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Gottesdienste
und Hinweise auf besondere Veranstaltungen im Kirchspiel Dippoldiswalde - Schmiedeberg (Änderungen, besonders in der langfristigen Planung können sich noch ergeben!
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Die Kassettendecke im Altarraum der Dippoldiswalder Stadtkirche
Unsere Kirche ist noch während der Zeit des dreißigjährigen Krieges, in dessen Zusammenhang sie 1634 ausgebrannt war, wieder hergerichtet worden. Neben dem Gesamteindruck eines lichten fröhlichen Raumes,
der nicht nur ein Kunstwerk, sondern sicher auch ein Zeugnis dafür ist, dass auch in dieser dunklen Zeit Glauben, Gottvertrauen, und Zuversicht trotz allem
lebendig waren, ist in ganz besonderem Maße die Kassettendecke des Altarraumes der Dippoldiswalder Stadtkirche als Teil dieser Instandsetzung bemerkenswert. Das
Gewölbe des Altarraumes war in Folge der Brandschäden so stark beschädigt worden, dass es abgetragen werden musste. Zunächst wird an dieser Stelle für wenige
Jahre eine einfache Holzdecke vorhanden gewesen sein. Aber seit 1642 zieren 33 Bilder des Dresdner Malers Hans Panitz die Decke des Chorraumes. Gewiss - jedes
der Gemälde für sich genommen hat sicher nicht den künstlerischen Wert, dass es etwa ein Höhepunkt einer Ausstellung in einer Gemäldegalerie sein könnte. Alle diese
Gemälde sind schließlich auch nur für das Betrachten aus großem Abstand gedacht.
Aber insgesamt ist diese Kassettendecke ein bemerkenswertes Kunstwerk, eine besondere Zierde unserer Stadtkirche und ein Zeugnis des Glaubens unserer Vorfahren.
Die lebensvollen Gestalten in frühbarocker Malauffassung entsprechen der gläubigen Zuversicht der Menschen in den notvollen Jahren des Dreißigjährigen
Krieges. Im Neuen Testament, im Hebräerbrief finden sich Worte, die an eine bedrängte, ein wenig müde gewordene Gemeinde gerichtet waren. Dort ist die Rede
von einer große Zahl von Zeugen des Glaubens, des Vertrauens auf Gott, die einzeln aufgezählt werden und auf deren menschlich gesehen schweres Schicksal verwiesen wird. Und dann heißt es weiter:
Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt,
und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können,
das Kreuz erduldete und die Schande geringachtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Hebräer 12, 1+2
Lassen Sie sich einladen, sich jetzt hier ein wenig diese Kasettendecke anzuschauen!
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Bild und Grafik vergrößern
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1. In der Mitte: Jesus als Heiland der Welt
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Lasst uns ... aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der... sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.
In der Mitte der Dippoldiswalder Kassettendecke steht Christus; Jesus der Heiland der Welt. Er trägt die Weltkugel in der
Hand. Diese Art der Darstellung war für die geplagten Menschen im dreißigjährigen Krieg wahrscheinlich von ganz besonderer
Bedeutung: Die Weltkugel in Jesu Hand war wohl nicht nur ein künstlerisches Attribut um die abgebildete Gestalt zu identifizieren. Immerhin w ar die Darstellung Christi mit der Weltkugel damals durchaus nicht die allgemein übliche Art der Jesusdarstellungen.
Auf unserem Bild ist es doch so: Ohne dass Jesus in der Art, wie er in diesem Bild gemalt ist, etwas von seiner Menschlichkeit verliert (er bleibt zugleich Herr und Bruder, ja er kommt auf den Betrachter
zu, tritt gleichsam aus dem Rahmen des Bildes ein wenig heraus), hat er doch die Welt in seiner Hand, trägt die Welt, hat Anteil an der Welt und ihrem Geschick. Mit der anderen Hand lehrt Jesus die
Menschen, beinahe mit segnender Geste hebt er die rechte Hand. Und wenn man genau hinsieht (wenn sie eines der Bilder genauer ansehen möchten, dann klicken sie
bitte auf das Bild) dann kann man aus dem Altarraum unserer Kirche nach oben auf das Bild Jesu schauend gerade noch erkennen, dass auf der Erdkugel, die Jesus in der Hand hält, ein Kreuz steht:
Jesu Kreuz, jenes Zeichen, das deutlich macht, dass Christus für unsere Schuld stellvertretend gestorben ist, und dass auch im Dunkel Gott da sei kann, jenes Zeichen, das als leeres hölzernes Kreuz, wie es auf unserem Bild dargestellt ist, auch auf die
Auferstehung Jesu verweist. Und wer ganz genau hinsieht, der entdeckt unten links im Hintergrund des Bildes auch noch eine Erhebung: Menschen bleiben
bewegt zurück, oben sieht man einige Engel und darüber ein undurchdringliches Grau, wie eine Wolke: Christi Himmelfahrt!
Christus ist in die unsichtbare Welt Gottes eingegangen, ist nicht mehr begrenzt von Raum und Zeit, ist allgegenwärtig. Wie es
im Glaubensbekenntnis steht: “Aufgefahren in den Himmel, er sitz zur Rechten Gottes”; und das meint: Christus ist der Herr der Welt.
Das also ist die Mitte unserer Kassettendecke - Jesus ist der Herr der Welt - und doch ist er freundlich, ja geradezu menschlich im besten Sinne.
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2. Um Christus: die vier Evangelisten
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 Wenn man sich
weiter eindenkt in die Kassettendecke, bemerkt man, dass Christus weiter eingerahmt ist: Mose (mit den Gebotstafeln) und Elia, die alttestamentlichen Zeugen bei der Verklärung Jesu stehen (je nachdem, von wo
man schaut) diagonal über bzw. unter Jesus.
Auf der anderen Seite der Diagonalen befinden sich einerseits Johannes der Täufer, der auf Jesus als das Gotteslamm hingewiesen hat und der letzte Zeuge des alten Bundes ist, und Paulus, der
Apostel, der dann später, nach Jesus, das Evangelium zu der großen Gemeinschaft der Völker, ja bis nach Europa gebracht hat
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Oberhalb und unter der Gruppe des von Evangelisten, Mose, Elija, Johannes und Paulus umgebenene Christus sind die Bilder von zwölf der Propheten des Alten Testaments zu sehen. (Nicht jedes der Bilder lässt sich ganz eindeutig zuordnen. Zur genaueren Ansicht bitte auf die Bilder klicken
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Noch einmal eine Gesamtübersicht mit der Möglichkeit, einzelne gewünschte Bereiche zum genaueren Anschauen aufzurufen
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In der Mitte: Jesus als Heiland der Welt
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Um Christus: die vier Evangelisten
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Um Christus: Paulus und Johannes der Täufer
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Um Christus: die alttest- amentlichen Zeugen bei der Verklärung Jesu Mose und Elia
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links und rechts die zwölf Apostel
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oben und unten: 12 der 16 Schriftpropheten
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Worte von Paul Gerhard, gedichtet in der schlimmen Zeit, in der auch unsere Kasssettendecke entstand, mögen diese kleine Betrachtung
beschließen:
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Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Hass und Neiden, ob ich's gleich
nicht verschuld't, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld.
So ging's den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt an gutem Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer
groß, bis dass der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß.
Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben als solche großen Leut'? Es muss ja durchgedrungen, es muss gelitten sein; wer nicht
hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein.
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weiter: Bilder der Ratsherrenempore
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