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Konfirmation
Ist ein Bild, das am Altar ihrer Heimatkirche kniende Konfirmanden zeigt, die gerade vom Pfarrer gesegnet
werden, typisch für die „Konfirmation“? In gewisser Hinsicht schon:
Einsegnung, so hat man früher oft auch die Konfirmation genannt.
Alle Kulturen haben Riten entstehen lassen, die das Ende der Kindheit und den Beginn der Zeit als
Jugendlicher begleiten. Das hat sein Recht. Für die Eltern sind solche Riten wichtig – für den Jugendlichen auch. Für Christen ist da Dank ist angesagt: für die Zeit der Kindheit,
für alles, was sie Gutes gebracht hat, für Behütung und Bewahrung, für die wichtigsten Erfahrungen des Lebens, die
gemacht worden sind, für die Zeit miteinander... Das alles ist wichtig. Es ist schon ein bemerkenswerter Einschnitt, der
Abschluss der Kindheit und der Beginn der Jugendzeit! An einem Tag festzumachen ist das natürlich nicht. Aber in einem
Gottesdienst dies zu bedenken und feiern, das ist gut. Wir danken Gott – und vor allem, wir erbitten seinen Segen für die Zeit, die vor uns liegt.
Freilich ist evangelische Konfirmation noch viel mehr als all das:
Konfirmation und Taufe gehören zusammen. Das sagt schon das Wort: „Konfirmation“ = Bestätigung, Bekräftigung. Gemeint
ist: Wer sich „konfirmieren“ lässt, der bekräftigt das Ja zu seiner eignen Taufe. Damals hatten die Eltern für das Kind
entschieden. Jetzt sagt der Konfirmand selbst ja dazu: Ja, ich bin getauft, ich will zur Gemeinde Jesu gehören. Ich will
versuchen, als Christ meinen Weg zu gehen. Ich will in diesem Glauben bleiben und wachsen.
Natürlich haben Konfirmanden auch Fragen und Zweifel. Und natürlich lässt sich ein Bekenntnis zum eignen Glauben
eigentlich nicht festlegen auf einen bestimmten, volkskirchlich traditionell festgesetzten Tag oder auf die Tradition der Familie
. Andererseits aber ist es auch wieder gut, dass unsere Kirche nicht nur die Taufe der Kinder, sondern eben auch die Konfirmation kennt.
Übrigens, im Konfirmationsgottesdienst wird man nicht gefragt, ob man alles glaubt, was die Kirche lehrt oder so... Sondern
die Frage heißt (nur?): „Willst du in diesem Glauben bleiben und wachsen“ – und genau darauf kommt es ja an: Dranbleiben und wachsen. Auch dazu möge Gott unsere Konfirmanden segnen!
Knapp zwei Jahre besuchen die Konfirmanden vor der Konfirmation den Konfirmandenunterricht. Im ersten Jahr
stehen bei uns solche wichtige Themen wie der Aufbau eines Gottesdienstes, die Feste des Kirchenjahres und die 10
Gebote und natürlich viele der damit zusammenhängenden Probleme unseres Lebens im Mittelpunkt. Daneben werden in
manchen Gruppen jede Menge Fragen aufgegriffen, die die Konfirmanden aktuell finden. Manchmal führt das dazu, dass wir
auch mit dem eigentlichen Thema nicht fertig werden. Aber es ist schon gut, dass auch die Denkanstöße aus der Gruppe wichtig sind.
Jede Woche trifft man sich an einem Nachmittag für eine Stunde oder einmal im Monat einen Sonnabendvormittag im
Pfarrhaus und ein gemeinsamer Konfirmandentag für einen ganzen Tag mit den anderen Konfirmanden der Region ist ein
besonderer Höhepunkt. Daneben besuchen die Konfirmanden viele Gottesdienste und gestalten einige selbst mit.
Im 8. Schuljahr dann treffen wir uns einmal im Monat einen ganzen Sonnabendvormittag im Pfarrhaus und machen uns
besonders mit Jesus Christus vertraut. Daneben fahren wir einmal miteinander nach Theresienstadt und Prag. In
Theresienstadt besichtigen wir vor allem die Festung, die während der Hitlerzeit ein Gefangenenlager war, und in Prag die
dort erhaltenen gebliebenen Reste jüdischen Lebens. Das alles gibt viel Stoff zum Nachdenken und Reden. Zuletzt fahren
wir - und das ist jedes mal der absolute Höhepunkt der Konfirmandenzeit - mit der Jungen Gemeinde mehrere Tage zur Rüstzeit in Zehren: Eine schöne Zeit für viele!
Den Abschluss der Konfirmandenzeit bildete der Konfirmationsgottesdienst - und danach sind die Konfirmanden dann eingeladen zur Jungen Gemeinde.
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